PRAXIS-ANLEITUNG
Wie schreibt man
gute KI-Prompts?
Ein guter Prompt macht nicht möglichst viele Worte. Er liefert der KI genau die Informationen, die sie für ein überprüfbares Ergebnis braucht.
DIE GRUNDSTRUKTUR
Fünf Bausteine für bessere KI-Antworten
- 1. Ziel nennen
Was soll am Ende vorliegen?
Formuliere das gewünschte Ergebnis konkret: eine Analyse, ein Text, ein Plan, Code oder eine Entscheidungsvorlage.
- 2. Kontext geben
Was muss die KI vorher wissen?
Nenne Zielgruppe, Ausgangslage, vorhandene Dateien, verwendete Technik und bereits getroffene Entscheidungen.
- 3. Anforderungen ordnen
Welche Punkte müssen erfüllt sein?
Nutze eine kurze Liste für Funktionen, Inhalte oder Qualitätsmerkmale. Trenne Pflicht von optionalen Wünschen.
- 4. Grenzen festlegen
Was darf nicht passieren?
Beispiele sind verbotene Änderungen, nicht erlaubte Annahmen, feste Technologien oder ein begrenzter Umfang.
- 5. Ausgabe definieren
Wie soll die Antwort aussehen?
Bestimme Format, Detailgrad und Prüfkriterien. Das macht das Ergebnis leichter bewertbar.
BEISPIEL
Aus „Schreib mir eine Landingpage“ wird ein klarer Auftrag
Ziel: Erstelle eine responsive Landingpage für eine Windows-App.
Kontext: Zielgruppe sind deutschsprachige Entwickler, die bessere KI-Prompts erstellen möchten.
Anforderungen: Hero, Funktionsübersicht, Preisbereich, FAQ, semantisches HTML und schnelle Ladezeit.
Grenzen: Keine erfundenen Bewertungen oder Nutzerzahlen. Keine schweren Frontend-Bibliotheken.
Ausgabe: Änderungen direkt im vorhandenen Projekt umsetzen und mit Build sowie Mobile-Test prüfen.
HÄUFIGER FEHLER
Mehr Text ist nicht automatisch mehr Klarheit
Ungeordnete Hintergrundinformationen können den eigentlichen Auftrag verdecken. Relevanter Kontext sollte direkt mit dem Ziel verbunden sein.
Ebenso problematisch sind unbelegte Superlative, widersprüchliche Vorgaben und Platzhalter, die vor der Verwendung nicht ersetzt wurden.
GEFÜHRT STATT MANUELL